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OHISHI SHUZOJO

Der Fluss Kuma, einer der drei schnellstfließenden Flüsse Japans, durchquert das malerische Hitoyoshi-Becken in der Präfektur Kumamoto. An seinen Ufern mit kristallklarem Wasser gedeihen seit Jahrhunderten zahlreiche Shochu-Brennereien. Dank des kontinentalen Klimas mit großen Temperaturschwankungen und reichlichen Niederschlägen war dieses fruchtbare Land als bedeutendstes Reisanbaugebiet lange Zeit die Lebensader der Region.

Das Zusammenspiel eines der reinsten Flüsse Japans und hochwertigen Reises ließ zahlreiche Brennereien entstehen und trug dazu bei, den heute weltweit bekannten Namen „Kuma Shochu“ zu prägen.

Zu diesen Brennereien gehört die Ohishi-Brennerei am Oberlauf des Kuma. Sie liegt im Dorf Mizukami im äußersten Südosten Kumamotos, an der Grenze zu Miyazaki, eingebettet in eine friedliche ländliche Landschaft am Fuß des heiligen Berges Ichifusa (1.722 m), den die Menschen der Region seit der Antike verehren.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1872 verfolgt die Brennerei ihr Ziel eines „Geschmacks ohne Kompromisse“. Dabei ist sie von der Schönheit der vier Jahreszeiten umgeben: Im Frühling blühen an den Ufern des Ichifusa-Sees 20.000 Kirschbäume; im Frühsommer stehen 2.000 Rhododendren in voller Blüte; im Herbst färbt sich die üppige Vegetation der Berge von Kyushu in leuchtenden Farben; und im Winter liegen die Landschaften still unter Schnee.

Anfang Oktober, wenn die Brise im Hitoyoshi-Becken frisch wird, liegt in der Ohishi-Brennerei der Duft von gedämpftem Reis in der Luft. In dieser Zeit spüren die Menschen in Mizukami, dass der Herbst gekommen ist – und damit auch die Zeit, in der die traditionellen Aromen des Kuma Shochu wieder mit großer Sorgfalt entwickelt werden.

Die Brennerei schöpft aus den Gaben der Natur und bezieht reines Wasser direkt aus Gebirgsbächen, nahe deren Quellen. Ihre Handwerker schätzen das über Generationen erworbene handwerkliche Können, lassen sich jedoch nicht allein auf die Tradition festlegen. Mit ungebrochener Neugier suchen sie stets nach neuen Technologien und innovativen Methoden.

Der Präsident der Brennerei, Choichiro Ohishi, sagt oft: „Ich habe keine Angst vor dem Scheitern; ich will mich auf das Abenteuer einlassen.“ Diese Worte spiegeln die Grundhaltung der Brennerei wider: Sie will sich nicht mit dem Status quo zufriedengeben, sondern mit unerschütterlichem Willen ein Produkt schaffen, das die Erwartungen ihrer Kunden übertrifft.

Dieses Engagement beginnt bei der Auswahl der Rohstoffe. Über Jahre des Experimentierens hinweg haben die Handwerker sorgfältig verschiedene Reissorten ausgewählt, die am besten zum einzigartigen Charakter ihres Shochu passen.

Herrn Ohishis Hingabe geht weit über die Auswahl der Rohstoffe hinaus; sie zeigt sich auch in der langen Reifung in Sherry-, Brandy- und Cognacfässern.

Ursprünglich war das Konzept der „Reifung“ in der Welt des Kuma Shochu praktisch unbekannt. Doch aus tiefer Neugier darauf, wie sich Kuma Shochu durch die Reifung entwickeln würde – ähnlich wie die besten Spirituosen der Welt –, begannen die Handwerker der Brennerei zu experimentieren. Es war wohl der allererste Versuch dieser Art in der Geschichte des Kuma Shochu.

Was als kleiner Funke der Neugier begann, führte im Laufe der Zeit zu Ergebnissen, die alle Erwartungen weit übertrafen.

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