

Wie wählt man japanisches Geschirr aus?
Kurz gesagt: Hochwertiges japanisches Geschirr erkennt man an seiner handwerklichen Herkunft: Porzellan aus Mino, im Holzfeuer gebranntes Steinzeug aus Bizen, Lackarbeiten oder gedrechseltes Holz. Beginnen Sie mit einem Stück für jeden Tag, etwa einer Schale, und ergänzen Sie es um ein besonderes Stück für Gäste, etwa eine Jubako-Box.
Unser hochwertiges japanisches Geschirr wählen wir bei japanischen Werkstätten aus. In Japan kauft man Geschirr nicht als vollständig aufeinander abgestimmtes Service: Man stellt den Tisch Stück für Stück zusammen und kombiniert Materialien und Formen passend zu den Gerichten und Jahreszeiten. Hier erfahren Sie, wie Sie die Handwerkstechniken vergleichen, ein authentisches Stück erkennen und das passende auswählen.
Vier Handwerkstechniken im Vergleich
| Handwerkskunst | Material | Erkennungsmerkmal | Wofür |
|---|---|---|---|
| Minoyaki | Porzellan aus der Region Mino (Gifu) | vielfältige Glasuren, feines und robustes Geschirr | Ramenschalen, Teller für jeden Tag |
| Bizen | unglasiertes Steinzeug | durch den Holzbrand entstandene Brauntöne | Matcha-Schalen, Sammlerstücke |
| Lackkunst (Urushi) | lackiertes Holz | tiefer Glanz, Verzierungen mit Blattgold oder Blattsilber | Jubako-Boxen, Suppenschalen |
| Holz | gedrechseltes, oft lackiertes Holz | leicht, fühlt sich warm an | Miso-Suppenschalen, kleine Schälchen |

Ein authentisches Stück erkennen
- Eine benannte Herkunft: Die Region oder Werkstatt ist angegeben. Mino, Bizen, Arita und Kutani bezeichnen Handwerkstraditionen, nicht Stilrichtungen.
- Eine erkennbare Technik: Glasur, mit dem Pinsel aufgetragener Schlicker (Hakeme), schichtweise aufgetragener Lack oder gedrechseltes Holz.
- Leichte Unterschiede von Stück zu Stück: Nuancen in der Glasur, Brennspuren oder eine etwas andere Wandstärke sind Zeichen handwerklicher Arbeit.
- Der Standring der Schale: An der unglasierten Unterseite, die oft von Hand gedreht wurde, erkennt man den verwendeten Ton.
Mit welchem Stück sollte man anfangen?
- Eine Schale: In Japan ist sie das meistverwendete Geschirrstück – für Reis, Suppe und Nudeln. Eine Minoyaki-Ramen-Schale oder eine unserer japanischen Schalen eignet sich für den Alltag.
- Eine Matcha-Schale: Eine Steinzeugschale aus Bizen verleiht dem Teeritual eine besondere Präsenz. Entdecken Sie unsere Matcha-Schalen.
- Eine gestapelte Schachtel: Die Jubako-Kugel wird wie die Jubako zum japanischen Neujahr für festliche Mahlzeiten aufgetürmt. Entdecken Sie auch unsere Bento-Boxen.
- Kleine Schälchen: In unterschiedlichen Formen bieten sie Platz für Saucen, eingelegtes Gemüse und Würzmittel. Mit ihnen lassen sich verschiedene Stilrichtungen ganz einfach kombinieren.
Den Tisch auf japanische Art decken
Ein japanisches Essen wird in mehreren kleinen Gefäßen statt auf einem großen Teller serviert. Nach der Grundregel steht die Reisschale links, die Suppe rechts und die übrigen Gerichte dahinter. Kombinieren Sie Porzellan, Steinzeug und Lackarbeiten nach Belieben: Entscheidend ist die Harmonie von Formen und Farben, nicht Einheitlichkeit. Im Herbst und Winter bevorzugt man Steinzeug und warme Farbtöne, im Sommer helles Porzellan und Glas.
Pflege: Was darf in die Spülmaschine?
Porzellan ist in der Regel spülmaschinengeeignet. Lackierte Stücke und Holz werden immer von Hand mit lauwarmem Wasser und ohne Scheuermittel gereinigt und anschließend sofort abgetrocknet. Unglasiertes Steinzeug wird abgespült und an der Luft getrocknet, da es porös ist. Keines der lackierten Stücke oder Holzstücke darf in die Mikrowelle. Im Zweifelsfall beachten Sie die Produktbeschreibung.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkennt man authentisches japanisches Geschirr?
An der angegebenen Herkunft, der benannten Technik und den leichten Unterschieden von Stück zu Stück.
Wozu dient eine Jubako-Box?
Zum Servieren von Speisen auf mehreren Ebenen, insbesondere des japanischen Neujahrsessens Osechi.
Welches Stück eignet sich als Geschenk?
Eine Matcha-Schale oder ein Paar Schalen eignen sich gut als Geschenk: Sie sind im Alltag nützlich und leicht auszuwählen.
Darf japanisches Geschirr in den Backofen?
Nein, sofern in der Produktbeschreibung nichts anderes angegeben ist. Porzellan und Steinzeug vertragen die Wärme servierter Speisen, nicht aber die Hitze des Backofens.
Zusammenfassung
Beginnen Sie mit einer Porzellanschale für jeden Tag und ergänzen Sie sie später um ein charaktervolles Stück: eine Bizen-Schale für Tee oder eine lackierte Jubako für Gäste.





















